- Vier nieuwe medewerkers
Per 1 september starten er weer vier nieuwe medewerkers bij Polteq.
- Interview met Martin Pol
Interview met Martin Pol voor de rubriek "in gesprek met..." van www.testnieuws.nl
Duits
"Management und Optimierung des Testprozesses"
(Deutsch)
Martin Pol, Tim Koomen, Andreas Spillner
dPunkt
Verlag, Heidelberg, 2000

Zusammenfassung:
Mit den steigenden Qualitätsanforderungen der Benutzer an Softwareprodukte gewinnt die methodische Überprüfung des Produkts sowohl auf Herstellerseite als auch auf Abnehmerseite immer mehr an Bedeutung. Prüf- und Testmethoden sind seit vielen Jahren bekannt, werden aber nur in wenigen Fällen in ausreichender Weise zur Qualitätssicherung der Produkte optimal eingesetzt.
Die bloße Kenntnis der Methoden reicht für deren erfolgreichen Einsatz allerdings nicht aus. Das Umfeld der Entwicklung muss so gestaltet sein, dass eine Qualitätssicherung des Produkts erreicht wird.
Beide Aspekte werden im Buch ausfürlich behandelt. Mit TMap® (Test
Management Approach) wird eine seit Jahren erfolgreich beim Testen
eingesetzte Vorgehensweise an Hand vieler Beispiele erläutert. TPI®
(Test Process Improvement) bietet de Möglichkeit, einen bereits
praktizierten Testprozess zu analysieren und zu optimieren. Beide
Ansätze bauen aufeinander auf und ergänzen sich. TPI® und TMap® können
aber auch unabhängig voneinander angewendet werden.
Das Buch enthält
konkrete Vorschläge zur Verbesserung des Testprozesses und Hinweise zu
deren Umsetzung mit dem Ziel, die Qualität der Softwareprodukte zu
erhöhen. Die Vorgehensweise in kleinen Schritten ermöglicht er dabei,
Änderungen vorzunehmen, ohne bestehende Abläufe völlig umstrukturieren
zu müssen.
Mit dem vorliegenden Buch werden die international bewährten Konzepte TMap® und TPI® der deutschen Software-Industrie zugänglich gemacht.
Rezension:
Immer wieder melden die Medien Nachrichten über (mehr oder weniger katastrophale) Software-Fehler, wobei die Auswirkungen mit dem zunehmenden Grad der "Computerisierung" unserer Alltagswelt für eine rasch wachsende Anzahl von Menschen spürbar werden. Sei es die Regelung des Herzschrittmachers, die Einkommenssteuererklärung mit dem Heimcomputer oder der Bordcomputer des Airbus A-320 - überall zieht unsichtbar im Hintergrund Software an den Fäden der Geschehnisse. Um Software-Fehlern entgegenzuwirken, wurden seit den siebziger Jahren eine Vielzahl von mittlerweile auch in deutschsprachigen Büchern erschienenen Testmethoden entwickelt. Pol, Koomen und Spillner sagen hierzu:
"Die bloße Kenntnis der [Test-]Methoden reicht für deren Einsatz allerdings nicht aus. Das Umfeld der Entwicklung muss so gestaltet werden, dass eine Qualitätssteigerung des Produkts erreicht wird." Gemäß diesem Zitat aus dem Buchrückentext gehen Pol, Koomen und Spillner die komplexe Problematik der Software-Qualitätssicherung gleich in doppelter Weise an. So stecken denn in den zwei Teilen ihres Werkes - wie es auch schon im Titel "Management und Optimierung des Testprozesses" anklingt - eigentlich zwei Bücher: Eines, das die praxiserprobte Methode TPI® (Test Process Improvement) zur Optimierung des Testprozesses vorstellt, und eines, welches das ausgereifte Testkonzept TMap® (Test Management Approach) für IT-Systeme zum Thema hat. TPI® identifiziert im strukturierten Testprozess 20 Kernbereiche wie z.B. Teststrategie, Testplanung, Metriken oder Testspezifikation.
Diese Kernbereiche werden weiter in durchschnittlich drei aufeinander aufbauende (Optimierungs-)Ebenen unterteilt. Um einen Kernbereich eines konkreten Testprozesses einer bestimmten Ebene zuzuteilen, müssen bestimmte quantifizierbare Kontrollpunkte erfüllt werden. Jedem Kernbereich ist auf jeder Ebene ein Bündel von Optimierungsvorschlägen zugeordnet, mit dem der Testmanager gezielt seinen Testprozess verbessern kann. Der Einsatz des TPI®-Modells wird für alle Kernbereiche ausführlich erläutert und mit konkreten Fallbeispielen unterlegt. Im Gegensatz zu anderen aus der Literatur bekannten Modellen wie z.B. dem CMM (Capability Maturity Model) oder der ISO 9000 Normenreihe erleichtert der hohe Grad an Konkretheit des TPI® den praktischen Einsatz.
TMap® basiert auf den vier Pfeilern eines strukturierten Testprozesses:
- ein mit dem Vorgehensmodell der Entwicklung im Zusammenhang stehendes "Phasenmodell" der Testaktivitäten;
- eine gute "organisatorische Einbettung";
- die richtige "Infrastruktur";
- sowie brauchbare "Techniken" für die Durchführung der Testaktivitäten.
Diese vier Pfeiler werden ausführlich im zweiten Teil des Buches behandelt. Eingebettet in die fünf Phasen "Planung&Verwaltung", "Vorbereitung", "Spezifikation", "Durchführung" und "Abschluss" des TMap® Phasenmodells werden die einzelnen Aktivitäten des Testprozesses in einem einheitlichen, übersichtlichen Beschreibungsrahmen vertieft.
Die Kapitel über Test-Spezifikationstechniken und Testwerkzeuge
können als umfassende Einstiege in diese Bereiche gewertet werden.
Zahlreiche Checklisten unterstützen die Umsetzung von TMap® im eigenen
Projekt. Ein Anhang, in dem die in TMap® verwendeten Qualitätsmerkmale
auf die der ISO-9126 abgebildet werden, erleichtert die normenkonforme
Anwendung der Methode.
Trotz der etwas knapp gehaltenen Hinweise auf
ergänzende Literatur kann ich das Buch als Handbuch sowohl für den
Qualitätsmanager als auch für den im Projekt stehenden Tester
uneingeschränkt empfehlen.
M. Winter, Rezension von "Management und Optimierung des Testprozesses", Softwaretechnik Trends 21:1, Februar 2001, p 55.

